„Augen, Blicke“. Unterwegs mit Klaus Maeck in Italien

„Wie arm wäre die Welt ohne die freien Radikalen, ohne die Provokateure, die alles in Frage stellen und versuchen, so viele Konventionen wie möglich zu brechen.“ – Klaus Maeck ist Filmproduzent, Musikverleger und Gründungsfigur der deutschen Punkbewegung. 1979 eröffnet er mit weiteren Gesellschaftern Hamburgs ersten Punk-Plattenladen, »Rip Off«, der bis 1983 besteht und den neuen Sound zuletzt in alle Welt verschickt. Einige seiner Filmprojekte wie „Decoder“ (1984) oder „B-Movie: Lust & Sound in West-Berlin“ (2015) genießen Kultstatus. Seit den 70er Jahren schreibt Klaus Maeck aber auch journalistische und literarische Beiträge für Fanzines, Zeitungen und Magazine (u.a. Twen, Sounds, Anders Reisen, Junge Welt, Hamburger Rundschau). Nun liegt sein erstes ‘MaeckBook’ vor, mit einer sehr persönlichen Auswahl an Texten und Bildern. Weiter

Ihr nennt es Sprache (1)

Cover des Gedichtbandes 'Ihr nennt es Sprache' von 1962

Rolf Dieter Brinkmanns erster Gedichtband Ihr nennt es Sprache erscheint 1962 im (eigens hierfür gegründeten) Verlag seines Buchhändler-Kollegen Klaus Willbrand. Aufgrund mehrerer Druckfehler weist Brinkmann ihn jedoch an, den Band nicht auszuliefern und zerstört die eigenen Belegexemplare. Erst vier Jahre nach dem Tod des Autors gelangen die eingelagerten Bücher (mit Einwilligung der Witwe) in den Handel und somit auch erstmals in den Blick der Literaturkritik. Georg Jappe würdigt den Band 1979 ausführlich in der ZEIT und verweist auf das erst lückenhaft bekannte und edierte Werk des Autors. Ein Befund, der weiterhin gilt. Weiter

Stadt Köln schreibt Brinkmann-Förderstipendium aus

Seit 1985 vergibt die Stadt Köln das Rolf-Dieter-Brinkmann-Stipendium zur Förderung der zeitgenössischen Literatur, so auch in diesem Jahr. Die aktuell mit 12.000 € dotierte Auszeichnung gehört zu den wichtigsten literarischen Nachwuchsförderungen in Deutschland. Hier folgend alle Infos zum Bewerbungsverfahren (Frist: 14. März 2024) sowie Statements früherer Preisträger*innen auf diesem Blog.  Weiter

Erste Brinkmann-Dauerausstellung in Vechta

Dem 1940 in Vechta geborenen und 1975 in London gestorbenen Lyriker, Schriftsteller, Herausgeber und Übersetzer Rolf Dieter Brinkmann (1940-1975) widmet die Universität Vechta jetzt die erste Dauerausstellung in den Räumen der Bibliothek. Konzipiert hat sie der Germanist und Leiter der Arbeitsstelle Brinkmann, Prof.  Markus Fauser, gemeinsam mit der Bibliothekarin Claudia Wehebrink, die die Aktivitäten der Archivstelle seit Gründung begleitet. Die Schau kann zu den Öffnungszeiten der Bibliothek kostenlos besucht werden und startet am Donnerstag, 2. Juni 2022. Weiter

John von Freyend: Retrospektive (2021)

Die junge Berliner Galerie “gallery good” (Katharina Röhler und Steffi Gritz-Sowa) zeigt in einer umfangreichen Retrospektive (27.05.- 03.07.2021) Werke des Künstlers Henning John von Freyend (*1941). Die über 30 ausgestellten Werke werden die gesamte Bandbreite seiner Malerei umfassen und den Künstler sowie den Wandel seiner Kunst widerspiegeln. Weiter

Eckhard Rhode: Der dämonische Zug…

Ausgehend von einem “Gedicht in Prosa” des symbolistischen Dichters  Stéphane Mallarmé (1842-1898) beschreibt Eckhard Rhode eindringlich die oft auch dämonischen Sprachwirkungen, die einem Schriftsteller begegnen können, der (mit Begriffen Jacques Lacans gesprochen) in seinem Schreiben das unsichere Feld zwischen dem Sagbarem und Unsagbarem, dem Symbolischen und Realen erforscht. Weiter

Ein Fenster für Rolf Dieter Brinkmann

Zwischen der Albertusstraße und der Sankt Apernstraße in der Kölner Innenstadt gelegen, ist die 1980 gegründete Buchhandlung Bittner eine wichtige literarische Anlaufstelle in der Domstadt. Mit ihrem ausgesuchten und stets aktuellen Sortiment gehört sie zudem zu den renommiertesten in Deutschland. Ehrensache also für Gründer Klaus Bittner, zu Rolf Dieter Brinkmanns 80. Geburtstag (und 45. Todestag) dem Autor eine Schaufensterauslage zu widmen. Weiter

Brinkmanns frühe Verlagssuche

Als Rolf Dieter Brinkmann 1965 dank Dieter Wellershoff seine erste verlegerische Heimat bei Kiepenheuer & Witsch findet, hat er bereits seit Ende der fünfziger Jahre seine Fühler zu anderen Verlagen ausgestreckt, so u.a. Suhrkamp und Rowohlt – jedoch damals ohne Erfolg. Michael Töteberg, viele Jahrzehnte später u.a. für die erweiterte Neuausgabe von dessen Gedichtband „Westwärts 1&2“ bei Rowohlt zuständig, ist ins Deutsche Literaturarchiv Marbach gereist, um in den dortigen Beständen von Suhrkamp und Rowohlt zu recherchieren. In seinem Gastbeitrag für „Brinkmann, wild gefleckt“ gibt Töteberg einen exklusiven ersten Eindruck seiner spannenden Spurensuche. Weiter

RDB zum Achtzigsten (Teil 4)

Eine digitale Anthologie mit Stimmen und Spuren zum 80. Geburtstag von Rolf Dieter Brinkmann. ■ TEIL 4 mit Texten, Bildern und Tönen von Jürgen Völkert-Marten, Ralf-Rainer Rygulla, Uwe Husslein, Thomas Hornemann, Adrian Kasnitz, Henning John von Freyend, Markus Fauser, Michael Töteberg, Sebastian Polmans, Hartmut Schnell und Uwe Kolbe. Weiter