25.-27.09.2014 / Tagung Künstlerhof Schreyahn

Die „Arbeitsstelle Rolf Dieter Brinkmann“ der Universität Vechta veranstaltete vom 25.-27. September 2014 gemeinsam mit der Universität Bremen ihre zweite Tagung. Das Thema diesmal: „Unmittelbarkeit in der Gegenwartsliteratur – Brinkmann, Born und die Folgen“.

Ort der Veranstaltung war der Künstlerhof Schreyahn, eine Stipendiatenstätte für Autoren und Komponisten im Ortsteil Schreyahn der niedersächsischen Stadt Wustrow im Wendland (weitere Infos siehe unten).

Künstlerhof Schreyahn

Künstlerhof Schreyahn // Foto: Axel Hindemith / Lizenz: Creative Commons, via Wikimedia Commons

AUS DEM BEGLEITTEXT ZUR TAGUNG

„Die Tagung soll das Verhältnis von Literatur und Unmittelbarkeit in mehrfacher Hinsicht aufgreifen und das Werk Rolf Dieter Brinkmanns und Nicolas Borns zum Ausgangspunkt der gemeinsamen Arbeit machen. Die heute häufig gestellte Frage nach der Präsenz wird hier dem Begriff ‚Unmittelbarkeit‘ untergeordnet. Mit der Unmittelbarkeit sind sowohl konkrete Zeit- und Raumverhältnisse gemeint als auch literarische Konzeptionen (Dies-seitigkeit, Plötzlichkeit, Gegenwart). Schließlich bildet der Begriff des Vergegenwärtigens in Diskurs und Literatur einen weiteren Ansatzpunkt.

Neue literarische Ansätze der 1960er und 1970er Jahre

Die Schreibweisen der beiden Autoren markieren einen radikalen Bruch mit einem bis dahin etablierten Selbstverständnis der Literatur, bezogen auf ihre Einbindung in Geschichte und (Form-)Tradition. Dieser Neuansatz in den 60er und 70er Jahren kommt in den literarischen Konzepten, der formalen wie der Inhaltsebene und auch in den Kontextualisierungen der Literatur zum Ausdruck.

Präsenz als Gegenbegriff zu Repräsentation

Präsenz als Gegenbegriff zu Repräsentation, das Authentische im Gegensatz zur Konstruktion sowie das genaue Verhältnis von Medialität und Unmittelbarkeit, von Gegenständlichkeit und Erscheinung in überindividuellen oder überzeitlichen Zusammen-hängen können aber auch für die Gegenwartsliteratur geltend gemacht werden.“

Für den vollständigen Text und das Programm der Tagung hier klicken (PDF-Download). Die Veranstaltung wird gefördert von der Fritz-Thyssen-Stiftung und der Nicolas-Born-Stiftung. Verantwortlich zeichnen Prof. Dr. Markus Fauser, Universität Vechta, und PD Dr. Martin Schierbaum, Universität Bremen.

Zum Ort der Veranstaltung:
Logo der Stipendiatenstätte Künstlerhof Schreyahn
Die Niedersächsische Stipendiatenstätte Künstlerhof Schreyahn bietet seit ihrer Gründung im Jahre 1979 Schriftstellern und Komponisten 3-, 6- oder 9-monatige Stipendienaufenthalte. Zugleich ist hier das Archiv der Nicolas-Born-Stiftung (Lüchow) untergebracht.

Schreyahn_Bibliothek mit Tisch

Bibliothek des Nicolas-Born-Archivs // Foto: Born-Stiftung

Der 1937 in Duisburg geborene Schriftsteller und Lyriker lebte und arbeitete von 1972 bis zu seinem frühen Tod im Jahre 1979 in Lüchow-Dannenberg. Das Born-Archiv befindet sich seit 2001 als separater Teilbereich im Archiv des Künstlerhofs Schreyahn und dokumentiert Werk, Leben und (wissenschaftliche) Rezeption des Autors. Auch Publikationen aus dem Umfeld Borns   –  von Hans-Christoph Buch über Peter Handke und Rolf Dieter Brinkmann bis zu Ernst Meister und Hermann Peter Piwitt  –  werden hier erfasst.

Weitere Informationen:
www.kuenstlerhof-schreyahn.de/
→ www.uni-vechta.de (Arbeitsstelle Rolf Dieter Brinkmann)

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