Norbert Hummelt: Einer jener Klassiker

Norbert Hummelt: "Keiner jener schlampigen" (1993)

Rolf Dieter Brinkmann im Porträt durch den Lyriker und Literaturübersetzer NORBERT HUMMELT. An Brinkmann kam man nicht vorbei. Nur kam ich öfters an seinem Haus vorüber, als er noch nicht viel länger als zehn Jahre tot war. Ich wohnte damals in Köln am Zülpicher Platz, einer der lautesten und urbansten Ecken Kölns. Wo sich Zülpicher und Roonstraße kreuzen, läuft eine stillere Straße diagonal auf den Platz zu: die Engelbertstraße. Eine jener grauen Straßen, „die niemand liebt und atemlos / macht, beim Hindurchgehen.“ Weiter

Brinkmanns Orte: London

London war für Brinkmann der Inbegriff internationaler und weltoffener Kultur. Viele seiner Texte tragen Spuren seiner Besuche in der Stadt, die insbesondere zwischen 1965 und 1969 liegen. Den Anlass hierfür lieferte zunächst die Tatsache, dass sein Freund Ralf-Rainer Rygulla dort ab 1963 für drei Jahre als Buchhändler arbeitete. Späterhin waren es die gemeinsamen Reisen dorthin, auf der Suche nach Materialien für Anthologien wie ACID und Silver Screen (beide 1969). Die bittere Ironie: in London sollte Brinkmann 1975 auch zu Tode kommen. Der Londoner Literaturwissenschaftler ANDREAS KRAMER folgt den Spuren des Schriftstellers durch die Metropole, auch fotografisch.  Ein Beitrag zur Reihe „Brinkmanns Orte“. Weiter

Interview mit Eckhard Rhode (Teil 1)

Plakat zum Film Brinkmanns Zorn (2006)

Nicht nur stumme Lippenbewegungen. Eckhard Rhode im Gespräch   //  Eckhard Rhode (*1959), Lyriker und Schauspieler, sprach mit Gunter Geduldig, Stella Schüssler und Ursula Schüssler über seine Hauptrolle in Harald Bergmanns Filmprojekt Brinkmanns Zorn (2006) und seine Beziehung zu Person, Werk und Poetik des Dichters. Weiter