Henning John von Freyend: ein Film (2026)

Der gebürtig aus Hamburg stammende Maler Henning John von Freyend (1941-2025) zieht nach dem Abschluss einer künstlerischen Ausbildung in der Schweiz 1969 nach Köln. Dort wird er im gleichen Jahr Mitbegründer des zwar kurzlebigen, aber hochproduktiven Kollektivs „EXIT Bildermacher“. In Köln lernt er auch Rolf Dieter Brinkmann (1940-1975) kennen. Seit Längerem bereits arbeiten Ulrike Pfeiffer und Philipp von Lucke an einer filmischen Dokumentation über Freyend, sein Werk und den intensiven (auch brieflichen) Austausch mit dem Dichterfreund. Um das Projekt abschließen zu können, benötigen sie jedoch finanzielle Unterstützung. Im Folgenden alle Informationen zur Crowdfunding-Aktion, Hintergründe zum Projekt sowie erste Filmausschnitte. Weiter

RDB 2025: Rückblick auf ein Jubiläumsjahr

Henning John von Freyend: Rolf Dieter Brinkmann (1983)

2025 hätte Rolf Dieter Brinkmann seinen 85. Geburtstag feiern können, wäre es nicht zugleich das Jahr seines 50. Todestages gewesen. Niemand kann sagen, was er nicht noch hätte leisten können: als Dichter, Schriftsteller, Medienarbeiter und Übersetzer. Die deutschsprachige Literatur- und Kulturszene hat er gleichwohl nachhaltig beeinflusst, nicht zuletzt auch durch zahlreiche Publikationen aus dem Nachlass, die seit 1975 erschienen sind. Vier spannende Neuerscheinungen zu Vita und Werk des Autors gab es im Jubiläumsjahr, darunter die erste umfassende Biografie zum Autor. Sie laden ein zur künftigen (Re-)Lektüre des Werks und eröffnen auch der Wissenschaft neue Zugänge. ■ Ein Beitrag von Roberto Di Bella. Weiter

Nachruf auf Henning John von Freyend

Der gebürtige Hamburger Henning JOHN VON FREYEND kommt 1969 nach einer künstlerischen Ausbildung in der Schweiz nach Köln. Dort ist er Mitbegründer des kurzlebigen, aber hochproduktiven Kunstkollektivs EXIT und seit jenem Jahr mit Rolf Dieter Brinkmann befreundet. Für die nächsten Jahre wird der Maler für den Dichter zeitweilig zum wichtigsten Gesprächspartner. Beide verbindet in einer Zeit der beiderseitigen Neuorientierung auch die Auseinandersetzung mit dem, was ‚Wirklichkeit‘ ist oder sein könnte. Dies kommt am stärksten in Brinkmanns bislang weitgehend unveröffentlichten Briefe an Henning John von Freyend zum Ausdruck. Am 6. November 2025 ist er nach kurzer, schwerer Krankheit im Alter von 84 Jahren verstorben. ■ Ein Nachruf von Roberto DI BELLA. Weiter

Die „Lange Nacht“ zu Rolf Dieter Brinkmann (DLF)

»Mit Zweifel an allem, und Wut auf fast alles«. Unter diesem Titel sendete der Deutschlandfunk (DLF) am 19. April 2025 eine fast dreistündige Radiosendung im beliebten Format der „Langen Nacht“. Den konkreten Anlass hierzu bot der 50. Todestag von Rolf Dieter Brinkmann am 23. April 2025 sowie zwei Neuerscheinungen im Rowohlt Verlag. Hier weitere Infos und die Sendung zum Nachhören. Sie enthält das zweistündige Feature von Gisa Funck und den Mitschnitt einer Veranstaltung im Literaturhaus Köln (9. April), an der neben Alexan­dra Vasa und Linda Pfeiffer auch ich selbst teilnehmen durfte. Weiter

Rolf Dieter Brinkmann 85 (Teil 4)

Eine digitale Anthologie mit Stimmen und Spuren zum 85. Geburtstag von Rolf Dieter Brinkmann. ■ TEIL 4 mit Texten, Bildern und Tönen von Jürgen Völkert-Marten, Ralf-Rainer Rygulla, Uwe Husslein, Thomas Hornemann, Adrian Kasnitz, Henning John von Freyend, Markus Fauser, Michael Töteberg, Sebastian Polmans, Hartmut Schnell und Uwe Kolbe. (Erstveröffentlichung 2020 zum 80. Geburtstag) Weiter

Ein Fenster für Brinkmann

Mit ihren Schwerpunkten auf Geisteswissenschaften und zeitgenössischer Literatur gehört die Kölner Buchhandlung Bittner zu den renommiertesten Deutschlands und wurde seit 2014 bereits viermal mit dem Deutschen Buchhandelspreis ausgezeichnet. Zum Markenzeichen der Buchhandlung in der Albertusstraße (Nähe Neumarkt) gehören auch besonders gestaltete Schaufenster zu aktuellen Anlässen. Weiter

Michael Töteberg: Brinkmann liest Tieck in Austin

In Rom, genauer: in Olevano Romano, entdeckt Rolf Dieter Brinkmann 1972/73 das Werk von Ludwig Tieck (1773-1853) für sich, einem der wichtigsten und produktivsten Schriftsteller der deutschen Romantik. Ein Jahr später, im Jahr 1974, als Brinkmann sich als „Writer in Residence“ an der Universität Austin/Texas aufhält, intensiviert er diese Lektüre. Weiter

Michael Töteberg: Brinkmanns frühe Verlagssuche

Als Rolf Dieter Brinkmann 1965 dank Dieter Wellershoff seine erste verlegerische Heimat bei Kiepenheuer & Witsch findet, hat er bereits seit Ende der fünfziger Jahre seine Fühler zu anderen Verlagen ausgestreckt, so u.a. Suhrkamp und Rowohlt – damals ohne Erfolg. Bislang unbekannte Archivdokumente bieten die Möglichkeit, Brinkmanns erste Schritte im etablierten Literaturbetrieb nachzuvollziehen.  Weiter