Ausschreibung: Brinkmann-Stipendium 2017

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Zum 27. Mal vergibt die Stadt Köln ihr nach Rolf Dieter Brinkmann benanntes Literatur-Förderstipendium für junge Autorinnen und Autoren (die in NRW leben und arbeiten). Bewerbungen sind bis zum 30. April 2017 möglich. Die mit 10.000 € dotierte Auszeichnung gehört zu den wichtigsten literarischen Nachwuchsförderungen in Deutschland.

Werkstattgespräch mit Norbert Hummelt

Norbert Hummelt // Foto: Kerstin Nieke

Der in Berlin lebende Lyriker und Literaturübersetzer Norbert Hummelt (*1962) wohnte bis 2005 in Köln. Hier führte ich mit ihm ein ausführliches Interview über seine Texte und Themen, in welchem wir immer wieder auch auf Rolf Dieter Brinkmann und sein Werk zu sprechen kommen. Im folgenden Beitrag lesen Sie einige Auszüge aus unserem Gespräch.

Norbert Hummelt: Einer jener Klassiker

Norbert Hummelt // Foto: Kerstin Nieke

Rolf Dieter Brinkmann im Porträt durch den Lyriker und Literaturübersetzer Norbert Hummelt (*1962). „An Brinkmann kam man nicht vorbei. Nur kam ich öfters an seinem Haus vorüber, als er noch nicht viel länger als zehn Jahre tot war. Ich wohnte damals in Köln am Zülpicher Platz, einer der lautesten und urbansten Ecken Kölns. Wo sich Zülpicher und Roonstraße kreuzen, läuft eine stillere Straße diagonal auf den Platz zu: die Engelbertstraße. Eine jener grauen Straßen, ‚die niemand liebt und atemlos / macht, beim Hindurchgehen‘“.

Brinkmanns Orte: London

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London war für Brinkmann der Inbegriff internationaler und weltoffener Kultur. Viele seiner Texte tragen Spuren seiner Besuche in der Stadt, die insbesondere zwischen 1966 und 1969 liegen. Die bittere Ironie: in London sollte Brinkmann 1975 auch zu Tode kommen. Bei jedem Aufenthalt spielten dieselben Stadtteile und Orte eine Rolle. Der Londoner Literaturwissenschaftler Andreas Kramer folgt den Spuren des Schriftstellers durch die Metropole, auch fotografisch. 

Interview mit Eckhard Rhode (Teil 2)

Plakat zum Film Brinkmanns Zorn (2006)

Nicht nur stumme Lippenbewegungen. Interview mit  Eckhard Rhode   // Teil 2 des Gesprächs mit dem Lyriker und Schauspieler Eckhard Rhode (Brinkmanns Zorn) über Brinkmanns Angriffe auf die Sprache und die Bedeutung der experimentellen Notizentechnik für dessen Poetik. Das Interview führten Gunter Geduldig, Stella Schüssler und Ursula Schüssler (→ zu Teil 1).

Brinkmann-Stipendium 2014

Cover zum Erzählband von Dorian Steinhoff "Das Licht der Flammen auf unseren Gesichtern" von 2013

Das Rolf-Dieter-Brinkmann-Stipendium ist ein seit 1990 jährlich von der Stadt Köln ausgelobter Literaturpreis zur Förderung des literarischen Nachwuchses in NRW. 2014 ging die mit 10.000 € dotierte Auszeichnung an den Autor und Literaturvermittler Dorian Steinhoff (*1985). Die feierliche Verleihung fand am 22. Oktober im ausgebuchten Kölner Literaturhaus statt.

5.-7. Juni 2014 / Tagung Toulouse

Theodore Roszak: Gegenkultur

Die französische Universität Toulouse richtete vom 5. bis zum 7. Juni 2014 eine internationale Tagung zum Thema „‚Gegen-Kulturen‘ in der deutschsprachigen Literatur nach 1960“ aus. Drei der Beiträge waren auch dem Werk von Rolf Dieter Brinkmann gewidmet, das damit auch im Nachbarland erstmals breitere wissenschaftliche Beachtung erfährt.